Meine erste Begegnung.
Meine erste Erfahrung mit Cockringen habe ich beim Abendessen
gesammelt. Mit meinem damaligen LAG (Lebensabschnittsgefährten) schaute
ich kauend über die mehr oder weniger trostlosen Dächer von
Hohenschönhausen als unsere tristes Zusammenleben durch ein
Telefonklingeln bereichert wurde. Das hat uns aber schon öfters erreicht.
Vornehmlich in den Abendstunden versuchen nämlich windige Vertreter noch
windigere Produkte dem ahnungslosen Konsumenten aufzuschwatzen. Die gute
alte Rheumadecke wurde zu dieser Zeit gerade von Versicherungen und
anderen "totsicheren" Anlagemöglichkeiten überholt. Ein Firma
mit drei Buchstaben (ein O war dabei) kam dann später sehr negativ in die
Schlagzeilen,
Nun, da unsere Harmonie durch das Klingeln bedroht wurde nahm Reinhard
den Hörer ab um ihn kurz darauf wieder hinzulegen. Statt aber der
üblichen Bemerkungen bemerkte ich aber ungetrübte Heiterkeit, die sich
bald zu einem kräftigen Lachen entwickelte.
Unser Freund Micha hatte sich nämlich am Nachmittag einen Cockring
gekauft. Stolz und mit geschwelltem ... (also - naja) begab er sich in
eine stadtbekannte Sauna. Dort wollte er sich nicht von seinem Teil
trennen und nahm es überall mit hin. Leider konnte er sich auch nicht von
ihm trennen, da es jegliches Abschwellen verhinderte und er jetzt
telefonisch anfragte, was er denn noch machen könnte.
Nachdem wir vor Rührung ein Paket Papiertaschentücher aufgebraucht
hatten, begann die Ferndiagnose. Mit Seife und kaltem Wasser ergab sich
wenig Erfolg, aber ein eiskaltes Wannensitzbad brachte den gewünschten
Effekt - der viel zu kleine Ring lies sich abziehen.
Einige Tage später besuchte Micha einen Hautarzt um ihm den Ring vom
Ring zu zeigen und zu fragen, ob es sich um eine
"Nickelallergie" handelt. Der Kommentar des Medizinmannes war
nur knapp: na der ist ja wohl auch ein wenig zu klein.